Las Condes – Chile

Las Condes liegt in der Metropolregion Santiago und ist eine lebendige und wohlhabende Stadt mit etwa 250.000 Einwohnern sowie einer beträchtlichen Zahl an Pendlern. In den letzten 15 Jahren wurde das rasante Städtewachstum sorgfältig gesteuert, um gute öffentliche Dienstleistungen und eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung mit geringem ökologischem Fußabdruck sicherzustellen.

Herausforderungen

Der Leitsatz „Las Condes, Mejor para Todos“ („Las Condes – besser für alle“) bringt den klaren Willen der Stadt zum Ausdruck, ihre Verwaltung und Dienstleistungen kontinuierlich zum Wohle der gesamten Gemeinschaft zu verbessern, stets unter Berücksichtigung des Wohlergehens und der Zufriedenheit der Bürger. Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Smart-City-Initiative von Las Condes, die 2018 mit dem Ziel begann, den CO₂-Fußabdruck zu verringern und die Energieeffizienz zu verbessern.

Unsere Lösung

Die erste IoT-Anwendung (Internet of Things) in Las Condes war die Einführung von Smart Lighting. Die Stadt entschied sich dafür, den Großteil der Straßenbeleuchtung durch energieeffiziente LED-Lampen zu ersetzen und ein interoperables, drahtloses IoT-Netzwerk zu installieren, über das künftig weitere öffentliche Anwendungen gesteuert werden können.

Basierend auf unserem Smart Urban Network verbindet die cybersichere 6LoWPAN-Infrastruktur derzeit über 17.000 Straßenlaternen, mehr als 1.000 Parkplätze, rund 60 Verkehrskamerasysteme, über 50 smarte Infotafeln (Smart Totems) und mehr als 300 Umweltsensoren, um die Außentemperatur, Luftverschmutzung und den Lärmpegel messen. Auch eine Anwendung zur Fernsteuerung der Bewässerung befindet sich in der Testphase. Alle städtischen Geräte und die von ihnen generierten Daten werden über eine zentrale Software, unser Smart CMS, gesammelt und überwacht.

Ergebnisse

Die Stadtverwaltung ist mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden. Der Austausch der Straßenbeleuchtung durch LED-Lampen brachte jährliche Einsparungen von rund 2 Millionen US-Dollar (-48 %), und durch die Optimierung von Beleuchtungs- und Dimm-Mustern über das Smart CMS werden zusätzlich 160.000 US-Dollar (7 %) pro Jahr erwartet.

Dank Smart Parking konnte die Stadt eine deutliche Reduzierung der Staus durch die Parkplatzsuche verzeichnen und Fahrzeugbewegungsdaten ermöglichten effektivere Entscheidungen im Verkehrsmanagement.

Aufgrund dieser positiven Ergebnisse finanzierte sich das gesamte Smart-City-Projekt letztlich selbst. Ein Paradebeispiel ist Smart Parking: Öffentliche Parkplätze wurden an private Betreiber lizensiert, die neue Dienstleistungen für Autofahrer entwickelten, einschließlich mobiler Apps zur Beschleunigung der Parkplatzsuche und Online-Zahlungsmöglichkeiten.

Die Bürger sind vollständig in die Projektentwicklung eingebunden. Über das Stadtportal haben sie kostenlosen Online-Zugang zu wichtigen Daten und werden regelmäßig eingeladen, an Umfragen, Abstimmungen und Studien teilzunehmen.

Das stadtweite IoT-Netzwerk soll bald erweitert werden, um eine vollständige Fernsteuerung bestehender Dienste zu ermöglichen und neue Anwendungen zu integrieren. Die Anwendungen für Parken, Umweltmessung und Verkehrskontrolle sollen weiter ausgebaut werden, während die Stadt nach innovativen Lösungen für die Sammlung fester Abfälle und die Abflussüberwachung sucht, die in die Smart Urban Network-Infrastruktur integriert werden sollen.

Ort
Chile
Projektstart
Hauptanwendungen des Internets der Dinge
Smart Lighting, Smart Parking, Smart Environment
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