Im Rahmen der global-lokalen Bemühungen um die Gestaltung nachhaltiger, widerstandsfähiger und integrativer Städte, Mobilitätssysteme stehen auf dem Spiel. Es gibt eine Dringender Aufruf zur VerkehrsgerechtigkeitDas bedeutet, dass die Entwicklung und Bereitstellung von Verkehrssysteme, die sicher, zugänglich, zuverlässig und für alle erschwinglich sindeinschließlich der von der Mobilität benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Mobilität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für sozioökonomisches Wachstumaber sie ist vielerorts noch weit davon entfernt, gerecht zu sein, betont eine aktuelles Whitepaper vom World Economic Forum, BCG und der Universität St. Gallen.

Der Bericht analysiert drei archetypische Städte und ihre Verkehrsökosysteme: die autoorientierte Chicago in den USA, das kompakte Mittelgewicht Berlin in Deutschland und die hochverdichtete Megastadt Peking in China. Die Forscher warnen, dass der reine Ausbau der Mobilitätsinfrastruktur nicht immer die soziale Eingliederung verbessert, da in allen untersuchten Städten die besten Ergebnisse erzielt wurden, wenn Berücksichtigung von Transportangebot und -nachfrage.

Genaue Datenerfassung ist von zentraler Bedeutung ein besseres Verständnis der Fahrernachfrage und der besonderen Mobilitätsprobleme von Minderheiten, Behinderten und wirtschaftlich Benachteiligten. Datengesteuerte Entscheidungen den Städten erlaubt, einige Pilotprojekte einfache, aber hochwirksame Mobilitätsinitiativen.

In Chicago konnte durch die Einrichtung von Shuttlebussen für die erste und letzte Meile zu und von öffentlichen Nahverkehrsbahnhöfen die Zahl der Arbeitsplätze in unterversorgten Gemeinden um bis zu 90% erhöht werden. Ein erweitertes Reservierungssystem für U-Bahn-Pässe in Peking ermöglicht es den Fahrgästen, ihren Platz in einem Zug im Voraus zu buchen und die Warteschlangen am Bahnhof zu umgehen, um direkt in den Zug einzusteigen, wodurch sich die Pendlerzeiten um 29% verkürzen. In Berlin konnte durch ein differenziertes Dienstleistungsniveau im öffentlichen Nahverkehr, wie z. B. Business-Class-Wagen in Zügen, der Anteil der Fahrten im öffentlichen Nahverkehr um 11% erhöht werden, während gleichzeitig 28% höhere Einnahmen für den Betreiber erzielt wurden.

Die Betrachtung der 15-Minuten-Stadt Planungskonzept, Städte bemühen sich, den Verkehr zu reduzieren und den Fahrern das Leben erleichtern (einschließlich Parkplatzsuche), gleichzeitig versuchen sie, die Stärkung der öffentlichen Verkehrssysteme.

Der Bericht legt aber auch nahe, dass Verkehrsgerechtigkeit vermeidet die binäre Perspektive Auto/öffentlicher Verkehr. Wirklich integrative Städte sollten innovative, multimodale Verkehrslösungen in Betracht ziehen, wo Motorroller, Fahrräder und Elektrofahrzeuge spielen eine Rolle und tragen zu sicheren, zugänglichen, zuverlässigen und erschwinglichen Mobilitätssystemen für alle bei.